Dr. Ernst Michael Beck

Dr. Ernst Michael Beck, Shenjing -Qigong-Institut in Hannover

Dr._Ernst_Michael BeckIch komme aus dem Saarland, Jahrgang 1953, und praktiziere in Hannover seit 20 Jahren als niedergelassener Facharzt für Allgemeinmedizin, Naturheilverfahren, Akupunktur und Homöopathie. Während meiner Ausbildung zum Arzt für Naturheilverfahren erlernte ich das Autogene Training sowie die Technik der Hypnose und hatte Gelegenheit, bei Frau Ilse Middendorf in die Kunst der Atmung eingeführt zu werden. Als Weiterbildungsbevollmächtigter der Ärztekammer habe ich in meiner Praxis lange Jahre junge Kollegen in Naturheilverfahren ausgebildet und war mehrere Jahre Vorsitzender des Berufsverbandes der Ärzte für Naturheilverfahren.
Bei langen Aufenthalten in Peru hatte ich die Gelegenheit, die dort übliche
Kräuterheilkunde kennenzulernen und wurde dort von Schamanen in die Praktiken des
Schamanismus eingeführt.
Ich habe mich bereits in früher Jugend mit dem Buddhismus beschäftigt und bin ihm bis heute verbunden. Wichtige Impulse erhielt ich von Belehrungen und Initiationen von S.H. Chhimed Rigdzin Rinpoche und S.H. dem Dalai Lama.
Meine ersten Schritte in die Welt des Qigong wurden von Frau Dr. Josephine Zöller in Berlin begleitet.1988 traf ich meinen Hauptlehrer des Qigong, Prof. Jiao Guorui aus
Peking, und konnte bei ihm in China und Deutschland bis zu seinem Tod im Jahr 1997 die
Kunst des Qigong erlernen. Hier erwiesen sich meine Erfahrungen meiner jahrelangen
Beschäftigung mit asiatischen Kampfkünsten als sehr hilfreich.
1991 wurde in Bonn die medizinische Gesellschaft für Qigong Yangsheng e.V. gegründet,
die das Qigong Yangsheng nach Prof. Jiao Guorui in Deutschland lehrt und verbreitet.
Ich gehöre zu den Gründungsmitgliedern und war seit 1991 als Dozent der Gesellschaft in
der Ausbildung von Kursleitern tätig. In Hannover gebe ich seit 1991 Kurse für Interessierte und Patienten mit Beschwerden in Abendkursen und Wochenendkursen. Seit vielen Jahren führe ich auch Intensivseminare über 14 Tage durch, teils in Deutschland, teils inZurueckButtonder Schweiz. Seit 2010 lehre ich das Qigong Yangsheng an meinem eigenen Institut, dem Shenjing -Qigong-Institut in Hannover und biete eine komplette Ausbildung zum Kursleiter oder auch Qigonglehrer an.

Die drei Kreise

Die drei Kreise sind eine Form, welche auf ganz einfachen Prinzipien beruht, und dann wie ein Tanz eine unendliche Anzahl von Variationen der Bewegung entstehen lässt. Ist die Übung zu Beginn noch dem formalen Ablauf verhaftet, entwickelt sie schnell die Qualitäten der freien Improvisation. Mein Lehrer betrachtete diese Übung sowohl als grundlegende Form für den Anfänger passend, als auch geeignet für eine anspruchsvolle Umsetzung hoher Übungsfertigkeit.

Achtsamkeitsaspekte des Körpers

Prof. Jiao GuoruiDie Basis von Yang ist Yin – die Basis der Bewegung ist die Ruhe.
Die Wahrnehmung ist die Basis der Handlung – nur wenn ich meinen Körper deutlich spüre, kann ich ihn zu sinnvollem Handeln bringen.
Der Geist führt und lenkt die Übung. Mit der Achtsamkeit stärken wir den Yin-Aspekt der Übung und legen den Grundstein für eine starke Verbindung zwischen Körper und Geist. Mit Visualisierungsübungen bearbeiten wir den Yang-Aspekt des Qi und intensivieren den Kreislauf zwischen Jing, Qi und Shen (Körper, Energie und Geist). Sowohl im Sitzen als auch im Stehen und der Bewegung betrachten wir
die Auswirkungen einer stabilen Aufmerksamkeit auf die körperlichen Bewegungsabläufe.

Spannungsbögen

Die Spannungsbögen sind struktureller Bestandteil der Qigong-Übungen und grundsätzlich bei allen Formen wahrzunehmen und nachzuzeichnen.
Alle Körperbereiche sind durch Spannungsbögen verbunden. Entspannung und Anspannung sind miteinander verknüpft und beeinflussen wesentlich die Verteilung und Lenkung des Qi im Körper. Körperwahrnehmung und Vorstellungskraft werden gefördert, die inneren Verbindungen der Körperbereiche verdeutlicht.

Spiralige Kräfte

Die „spiralige Kraft“ ist ein Begriff, der zu allen Zeiten bei allen Völkern eine große Rolle gespielt hat und oft mit einer spirituellen Betrachtung verknüpft wurde.
Prof. Jiao beschrieb die Natur des Qi als spiralige Kraft. Bei vielen Formen wird auf diese Kraft hingewiesen und grundsätzlich kann sie bei allen Formen geübt werden. Üblicherweise zeigt sie sich erst nach einer längeren Zeit des Übens, da man zu ihrer Verdeutlichung einerseits schon eine stabile Körperkraft haben sollte, andererseits fähig sein sollte, die Konzentration über längere Zeit zu halten.
Die Übungen werden zuerst im Sitzen,dann im Stehen und in der Bewegung durchgeführt. Die äußeren Formen sind einfach, der Schwerpunkt liegt auf den inneren Aspekten, die ZurueckButtonSchritt für Schritt erarbeitet werden. Die Übung erhöht die Fähigkeit, das Qi in spezifische Bereiche des Körpers zu lenken und dort freizusetzen.

Autor: Dr. Ernst Michael Beck

Fotos: Dr. Ernst Michael Beck