Notizen zu Cheng Man Ching’s Tai Chi System

Notizen zu Cheng Man Ching’s Tai Chi System (Einleitung)
Eine Artikelserie von Ken van Sickle,
aus dem Amerikanischen übersetzt von Gabi Kannenberg

Einleitung

Ken Van Sickle & Cheng Man Ching
Ken Van Sickle und Cheng Man Ching

Cheng Man Ching’s Tai Chi System wird von Einigen als Eckpfeiler für die Neuerfindung des Tai Chi in der Moderne gefeiert. Zugleich sind die beleidigenden Bemerkungen, mit dem Cheng Man Ching Tai Chi sich auseinandersetzen hat müssen, Legion. Trotz seines unbestrittenen Erfolgs und weltweiter Beliebtheit wird das Cheng Man Ching bis zu diesem Tag angeklagt, das Erbe des Tai Chi zu missachten, Kulturschätze allein für die persönliche Bequemlichkeit zusammenzukürzen, das Wesen des Tai Chi zu verwässern und, zu guter Letzt, seine mystische Aura zu zerstören.

Die folgende Artikel-Serie von Ken van Sickle nimmt diesen Fehdehandschuh nicht auf. Unberührt von der Kritik und allein auf seine eigene Erfahrung als Übender des Cheng Man Ching Tai Chi bauend, beleuchtet Ken einige zentrale praktische Folgen von Cheng Man Ching’s Anstrengung, das Tai Chi zu erneuern. Dabei wirft er auch Licht auf den ethischen Hintergrund des Tai Chi, insbesondere was den Umgang mit Anderen angeht.

Ein lebendiges System

Cheng Man Ching’s Tai Chi System
Cheng Man Ching’s Tai Chi System

Ken schafft es auf diese Weise, ein Bild eines Tai Chi-Stils zu zeichnen, der sowohl kategorisch als auch poetisch, sowohl praktisch als auch von Prinzipien geleitet ist.

In wenigen Worten ausgedrückt: (nicht nur) Übende des Cheng Man Ching Tai Chi verdanken Cheng Man Ching – und seinen Schüler*innen – die Kulturleistung, Tai Chi neu interpretiert zu haben als ein lebendiges System: Seinem Wesen treu und dabei offen für Veränderung. – Frei, seinen Weg in die Zukunft zu gehen.

Komm mit uns auf eine Reise, dieses lebendige System zu entdecken und lies über:

  • Die grundsätzliche Haltung des Tai Chi (Kampf oder Flucht),
  • den ernsthaften Ansatz, die visuelle chinesische Sprache praktisch bedeutsam zu machen (Schwimmen in der Luft),
  • die Interpretation von Entspannung als etwas, das harte Arbeit voraussetzt (Über (Fehl)ausrichtung),
  • das intensive Studium einzelner Bilder (Zurückrollen),
  • das Bedürfnis, seine eigene Form wieder praktisch mit der ursprünglichen Bedeutung des Tai Chi zu verknüpfen (Die 37er Cheng Man Ching Form),
  • die ultimative Lebenskunst (Die Bedeutung des Tai Chi),
  • die Beziehung zum Anderen (Push Hands),
  • das Prinzip des mit dem Strom Schwimmens (Das Pferd reiten)
  • und – schließlich – die kunstvolle Kombination von Energie und Richtung (Momentum).

Begleitender Hinweis: Während der Veröffentlichung dieser Serie wird die Veröffentlichung weiterer Teile von Ken van Sickle’s Buch Tai Chi Schwert für neun Wochen bis Anfang Juli pausieren!

Autorin: Gabi Kannenberg
Fotos: Ken van Sickle

Englische Version dieses Artikels

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