Mit Säbel und Schwert auf dem Taiji-Weg

Mit Säbel und Schwert auf dem Taiji-Weg –

Kampfprinzipien und Trainingsmethoden 

Hinweis: Das vorliegende Manuskript ist in gedruckter Fassung in der Zeitschrift „Taijiquan und Qigong Journal“ (Kooperationspartner von taiji-forum.de) erschienen, in der Ausgabe 52 (Heft 2/2013, S. 48-58). Die Druckfassung ist vom Umfang her leicht gekürzt und etwas verändert, v. a. enthält sie weder ein Inhaltsverzeichnis noch ein ausführliches Literaturverzeichnis.

Einführung

Im vorhergehenden Teil dieser Artikelserie wurden die geschichtliche Entwicklung und die kulturelle Bedeutung von Schwert [13a] und Säbel [13b] dargestellt [Harl13]. Der dritte Artikel beschreibt nun Prinzipien für das Training und den Kampf mit diesen klassischen Klingenwaffen.

Dao – der Säbel

Aufbau des Säbels

Der heutzutage im Taijiquan sowie den meisten anderen chinesischen Kampfkünsten üblicherweise verwendete Säbeltypus ist der Niu Wei Dao („Ochsenschwanzsäbel“) der sich in der Qing-Dynastie (1644-1911 n. Chr. [13c, Schm08, S. 137]) als beliebteste Form des Dao etablierte (s. Abb. 1 [Dong93, S. 16, Zhan09, S. 44]) [Zhan09, S. 29].

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Abb. 1: Form und Benennung der Teile des Dao. Das abgebildete Exemplar hat eine Länge von 89 Zentimetern (ohne Tuch). Foto: Archiv J. Harloff-Puhr, das Bild basiert auf Abbildungen von Dong Wenyu (1993) und Zhang Yun (2009)

Grundsätzlich besteht der Säbel aus drei separaten Teilen, dem Dao (also der eigentlichen Waffe), dem Daocai (einem daran angebrachten Tuch) und der Daoqiao (Säbelscheide) [Zhan09, S. 44]. Die Scheide wurde üblicherweise am Gürtel an der Hüfte getragen, da der Niu Wei Dao zur Gruppe der Yao Dao („Hüftsäbel“) gehört [Zhan09, S. 16]. Das Daocai wird gerne für Vorführungen am Griff des Dao befestigt. Dies scheint sehr stark dem chinesischen Ästhetikempfinden zu entsprechen, da Tücher und vergleichbare weiche Zierelemente (Troddeln, Quasten, Fransen, usw.) bei Aufführungen an den unterschiedlichsten Waffen angebracht werden. An den Säbeln für die echte Kampfanwendung haben sich solche Tücher nicht befunden und auch im heutigen Partnertraining sind sie nur hinderlich und sollten für diesen Zweck ggf. entfernt werden.

An der Waffe selbst können wiederum drei Teile unterschieden werden, Daoba (Griff), Hushou (Handschutz) und Daoti (Klinge). Auf der dem Säbelkämpfer abgewandten Seite der Klinge befindet sich die Daoren (untere Schneide), die so genannt wird, da sie bei normaler Griffhaltung nach unten gerichtet ist. Die Länge der Daoren wird in drei Abschnitte unterteilt. Der erste Abschnitt, die Qianren (vordere Schneide), beginnt an der Daojian (Spitze) und hat eine Länge von etwa 15 bis 30 Zentimetern. Zunächst nimmt die Breite der Klinge zu, bis die Schneide etwa an der breitesten Stelle in die Zhongren (mittlere Schneide) übergeht. Ab hier verjüngt sich die Klinge wieder bis zum Griff. Der letzte Abschnitt der Schneide, der sich unmittelbar über dem Daoba befindet, heißt Daogen (Säbelwurzel) [Zhan09, S. 45].

Bei einem echten Kampfsäbel sind Qianren und Zhongren scharf geschliffen. Der Übergang von Qianren zu Zhongren ist der Teil der Klinge, der in der Regel bei einem Hieb bei etwas größerem Abstand den Gegner treffen soll. Bei einem solchen Hieb gibt es kaum einen Anteil an einer Zugbewegung des Säbels, die Trefferwirkung entspricht etwa der eines Axthiebs. Der Bereich der Zhongren wird dagegen üblicherweise verwendet, um bei geringerer Entfernung einen Schnitt am Gegner zu setzen. Hierbei trifft zunächst ein Teil der Schneide den Gegner, dann wird eine gewisse Länge der Klinge über die Trefferfläche gezogen. Die Trefferwirkung ist dabei mit einem Messerschnitt vergleichbar.

Die Daogen, also der Schneidenbereich vor dem Griff, ist dagegen auch bei Kampfsäbeln üblicherweise stumpf statt scharf. Dies ist der stabilste Teil der Klinge, der auch für harte Blocks gegen schwere Waffen eingesetzt werden kann [Zhan09, S. 45]. Die der Säbelkämpferin zugewandte Seite wird Daobei (Rücken) genannt. Der Großteil des Daobei ist stumpf, so dass in Abhängigkeit vom Abstand zur Gegnerin die Hand oder ein anderes Körperteil zur Unterstützung von Techniken die Rückseite der Klinge berühren kann. Lediglich der oberste Teil der Rückseite ist scharf geschliffen und wird Shangren (obere Schneide) genannt. Dieser Aufbau von der Spitze des Säbels, dass die Daojian auf beiden Seiten scharf ist, hat zwei Gründe. Einerseits erleichtert dies bei einem Stich das Eindringen der Waffe in den gegnerischen Körper. Andererseits werden hierdurch bestimmte Techniken ermöglicht, die mit der Shangren durchgeführt werden können, z. B. kurz geführte rückwärtige Schnitte.

Eine Besonderheit stellt der Säbeltypus dar, der bevorzugt im späteren Wu-Stil-Taijiquan [Rann11, S. 179, Zhan98, S. 278–279] verwendet wird. Dieser Säbel ist länger und dünner als der Niu Wei Dao, die Klinge verjüngt sich vom Griff bis zur Spitze und am Ende des Griffs befindet sich ein Ring. Damit ähnelt dieser Dao sehr stark dem Huan Shou Dao („Ringkopfsäbel“), der sich in der Han-Dynastie (206 v. Chr. bis 220 n. Chr. [13d, Schm08, S. 136]) großer Beliebtheit erfreute. Der Handschutz allerdings ist an der Rückseite mit einem nach oben gebogenen Haken versehen, der spezielle Techniken ermöglicht. Dies ähnelt wiederum dem Hu Die Dao („Schmetterlingssäbel“), der während der Ming-Dynastie (1368-1644 n. Chr. [13e, Schm08, S. 137]) entstand. Insgesamt weist dieser Säbeltyp einige interessante Besonderheiten auf, die ihn und seine Einsatzmöglichkeiten deutlich vom Niu Wei Dao unterscheiden [Zhan09, S. 48].

Prinzipien des Säbelkampfs

Grundsätzlich gilt für alle Waffenkünste im Taijiquan, dass die Prinzipien des waffenlosen Kampfs auch beim Einsatz der Waffe berücksichtigt werden müssen, wie z. B. das Haftenbleiben am Gegner und das Hineinhorchen in den Gegner, sobald der körperliche Kontakt hergestellt wurde [Zhan09, S. 52–53]. Gleichzeitig hat aber auch jede Waffe eine ganz eigene Charakteristik, die viele Aspekte davon, was man mit dieser Waffe tun kann, oder eben auch nicht, vorgeben [Zhan09, S. 64–65]. Hinzu kommt, dass die meisten Waffen auch eine ganz eigene lange Geschichte unabhängig vom Taijiquan hatten, wie das im vorhergehenden Artikel dieser Serie aufgezeigte Wechselspiel zwischen dem militärischen und dem zivilen Einsatz des Dao gezeigt hat [Harl13, S. 34–35]. Grundsätzliche Erkenntnisse zur effektiven Verwendung einer Waffe haben dann natürlich auch Eingang in das Training mit dieser Waffe im Taijiquan gefunden.

Eine Grundregel im Taijiquan bei der Verwendung einer einzelnen Kurzwaffe ist, dass die leere Hand, also die Hand, die nicht die Waffe hält, eine hohe Relevanz für den Kampfverlauf hat. Dies gilt in ganz besonderem Maße für den Dao. Es gibt das Sprichwort „führt jemand einen einzelnen Säbel, dann beobachte stets seine leere Hand“. Durch die Betrachtung dieser Hand ist es möglich zu erkennen, welche Stufe der Gegner im Umgang mit dem Dao erreicht hat. Die leere Hand kann für eine Vielzahl an Aktionen eingesetzt werden, z. B. um die Wucht eines Hiebs auf der anderen Körperseite auszugleichen, um die Kraft eines Hiebs oder Stichs mit der zweiten Hand am Griff zu verstärken oder auch um die Waffe des Gegners zu greifen [Zhan09, S. 39].

Der Dao ist eine wunderbare und vielseitige Waffe, die, anders als das Schwert, keinen Wert auf Ästhetik legt, oder darauf, ein Statusobjekt oder ein religiöser Gegenstand zu sein. Eine einzige Sache ist dem Säbel wichtig: der effektive Einsatz in der unübersichtlichen und chaotischen Umgebung eines Schlachtfelds. Daher ist der Säbel zunächst einmal robust, um heftige Strapazen, wie das direkte und harte Blocken schwerer gegnerischer Waffen, zu überstehen. Er lässt Techniken in unterschiedlichen Entfernungen zu, von ausladenden, weiten Hieben, die die ganze Länge des Dao ausnutzen, bis hin zu Techniken, die unmittelbar am eigenen Körper ausgeführt werden, bei denen die stumpfe Rückseite direkten Kontakt z. B. zur freien Hand, zum Arm oder zur Schulter haben. So kann der Säbel praktisch noch im Ringkampf mit einem Gegner zum Einsatz gebracht werden, indem sehr enge Schnitte gesetzt werden oder die Klinge als Hilfsmittel für Hebeltechniken verwendet wird [Acto11].

Durch diese Charakteristik ist der Dao geradezu prädestiniert für den Einsatz in äußeren Kampfkünsten, bei denen Wert gelegt wird auf die körperlichen Eigenschaften der Praktizierenden, wie Kraft, Schnellkraft und Reaktionsvermögen [Dong93]. Daher gilt er dort im Allgemeinen als eine leicht zu erlernende Waffe und wird gern als Grundlage für das Waffentraining verwendet. Für eine Schülerin oder einen Schüler des Taijiquan stellt sich die Sache allerdings anders dar. Es fällt leicht, bei dieser Waffe die Grundlagen des Trainings zu vergessen, das Weiche, Nachgiebige, Haftende. Alle diese Aspekte sind im Taiji Dao enthalten, aber der Säbel an sich ist und bleibt zunächst einmal das kraftbetonte Handwerkszeug des Soldaten. Das Fantastische am Einsatz dieser Waffe im Taijiquan ist, dass der Umgang mit dem Dao die beiden Aspekte in sich vereint, sowohl das Martialische der Waffe als auch das Feinfühlige des Taijiquan. Ein fortgeschrittener Praktizierender, der bereits Erfahrung im Umgang mit anderen Taiji-Waffen hat, wird mit diesem scheinbaren Widerspruch wesentlich besser umgehen können. Daher gilt der Säbel in den meisten Schulen des Taijiquan als Fortgeschrittenenwaffe, die erst später im Waffentraining Verwendung findet. Tatsächlich wird der Dao von vielen Taiji-SpielerInnen komplett vernachlässigt oder gar gemieden, da sie sein martialischer Charakter abschreckt. Das ist äußerst schade, da sie sich so die Möglichkeit nehmen, zentrale Aspekte des Waffeneinsatzes im Taijiquan zu erleben, die bei der Verwendung des Schwerts nicht so deutlich hervortreten oder gar fehlen.

Jian – das Schwert

Aufbau des Schwerts

Die Form des Jian, wie es heute in den chinesischen Kampfkünsten zum Einsatz kommt, bildete sich während der Tang-Dynastie (618-907 n. Chr. [13f, Schm08, S. 137]) heraus (s. Abb. 2 [ChKo95, S. 25, Zhan98, S. 38–39]) [Zhan98, S. 19].

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Abb. 2: Form und Benennung der Teile des Jian. Das abgebildete Exemplar hat eine Länge von 98 Zentimetern (ohne Troddel). Foto: Archiv J. Harloff-Puhr, das Bild basiert auf Abbildungen von Chi Chiang Tao und Petra Kobayashi (1995) und Zhang Yun (1998)

Analog zum Säbel besitzt auch das Schwert drei Teile: das Jian (die Waffe an sich), die Jianpao (eine am Griff befestigte Troddel) und die Jianqiao (Schwertscheide) [Zhan98, S. 37–39]. Zwei verschiedene Methoden der Befestigung der Scheide waren üblich, entweder am Gürtel, also an der Hüfte, oder am Rücken [Yang99a, S. 3]. Genau wie das Tuch am Säbel, ist auch die Jianpao grundsätzlich ein Zierelement, wobei sie einige zusätzliche Funktionen hat. Zum einen gibt es Techniken des Jian, bei denen die Bewegung der Troddel dem Trainierenden zeigt, ob die Ausführung korrekt ist. Zum anderen gibt es durchaus Taiji-LehrerInnen, die die Jianpao als einen aktiven Teil der Waffe betrachten, so dass es auch Techniken gibt, bei denen sie beispielsweise zum Angriff auf die Augen des Gegners eingesetzt wird, v. a. bei der Verwendung einer sehr langen und schweren Troddel (s. Abb. 3) [Yang99a, S. 16]. Es heißt auch, dass die Jianpao es einem Kampfkünstler in früheren Zeiten ermöglichte, das Jian ein Stück weit zu werfen und dann an der Troddel wieder zurückzuziehen [Zhan98, S. 39]. Wie dem auch sei, es war in der Vergangenheit so, dass die Jianpao in der Regel nur bei den Wen Jian („Gelehrtenschwertern“) angebracht wurden, nicht aber bei den Wu Jian („Kriegsschwertern“), die für den Einsatz auf dem Schlachtfeld gedacht waren. Hierfür gibt es zwei sehr offensichtliche Gründe. Erstens kann sich die Troddel um das eigene Handgelenk wickeln, was unbedingt vermieden werden muss. Schon allein die Notwendigkeit, auf diesen Punkt achten zu müssen, lenkt einen Teil der eigenen Aufmerksamkeit davon ab, worauf es in einem Kampf ankommt, nämlich den Handlungen des Gegners. Zweitens könnte die Jianpao vom Gegner gegriffen werden und böte ihm so die Gelegenheit, die Bewegung des Schwerts einzuschränken oder gar eine Entwaffnung durchzuführen [Yang99a, S. 16]. Aus den genannten Gründen ist auch im heutigen Partnertraining dringend anzuraten, ein Jian ohne Troddel zu verwenden.

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Abb. 3: Teleskopschwert, das aus vier Segmenten besteht, die sich ineinanderschieben lassen. Am Jiantan (Knauf) dieses Jian ist eine besonders lange und schwere Jianpao (Troddel) befestigt. In ausgeklapptem Zustand (unten) ist das Exemplar 88 Zentimeter lang (ohne Troddel), in eingeklapptem Zustand (oben) 27,5 Zentimeter. Foto: Archiv J. Harloff-Puhr

Schwerter können in den Ausmaßen stark differieren. Die Länge hängt ab von der Größe der Spielerin, der praktizierten Stilrichtung und den persönlichen Präferenzen. Grundsätzlich gilt, dass die Jian, die in nordchinesischen Kampfkünsten eingesetzt werden, relativ lang sind und eine schmale Klinge besitzen. In den südchinesischen Kampfkünsten werden etwas kürzere Schwerter eingesetzt, deren Klingen dafür ein wenig breiter sind [Yang99a, S. 16]. Eine im Yang-Stil-Taijiquan manchmal genannte Methode, um die individuell korrekte Länge eines Jian zu bestimmen, ist die folgende: Das Schwert wird in Fanwo gehalten, also der umgekehrten Griffstellung, die meist zu Beginn der Formen eingenommen wird. In dieser Position hängt der Arm locker nach unten und die Klinge des Jian, die Kontakt zur Rückseite des Arms hat, zeigt gerade nach oben. Die Schwertspitze sollte in dieser Haltung auf einer Höhe mit der Oberkante der Ohren liegen [Zhan98, S. 39].

Analog zum Säbel können auch am Schwert drei Teile unterschieden werden, Jianba (Griff), Hushou (Handschutz) und Jianti (Klinge). Anders als beim Dao gibt es bei der Klinge des Jian keinen Unterschied zwischen der oberen und der unteren Jianren (Schneide) [Zhan98, S. 37–39]. Im Einsatz des Schwertes wird die aktive, dem Körper abgewandte, Seite als Yang bezeichnet, die Rückseite als Yin [ChKo95, S. 25]. Die Länge der Schneide wird wiederum in die vom Dao bekannten drei Abschnitte unterteilt, die Qianren (vordere Schneide), die an der Jianfeng (Spitze) beginnt, die Zhongren (mittlere Schneide) und die Jiangen (Schwertwurzel) [Zhan98, S. 37–39].

Wie beim Dao waren bei einem für den echten Kampfeinsatz gedachten Jian die Schneidenbereiche Qianren und Zhongren scharf geschliffen. Die Qianren war bei einem hochwertigen Schwert tatsächlich so scharf wie ein Rasiermesser, so dass bei Kontakt mit einem ungepanzerten Körperteil eines Gegners so gut wie kein Krafteinsatz vonnöten war, um eine Schnittwirkung zu erzielen [Yang99a, S. 13]. Der Schneidenbereich vor dem Griff, Jiangen, war üblicherweise stumpf, wie beim Dao. Dieser stabilste Klingenbereich kann notfalls für Blocks verwendet werden [Zhan98, S. 38], wobei die schlanken Schwertklingen insgesamt nicht annähernd so widerstandsfähig sind wie Säbelklingen. Daher sollten Blocktechniken mit dem Jian möglichst vermieden werden [Zhan98, S. 265], beim Einsatz gegen schwere Waffen kann ein harter Block durchaus zum Brechen oder Verbiegen der eigenen Klinge führen.

Der Hushou, also der Handschutz, erfüllt zwei Funktionen. Einerseits verhindert er, dass die eigene Hand versehentlich vom Griff auf die Klinge rutscht, beispielsweise bei einem Stich. Andererseits schützt er die Hand bei einem Kontakt der Waffen vor der gegnerischen Klinge [Laib06, S. 21]. Bei der in Nordchina üblichen Form des Hushou zeigt die Parierstange von der Hand weg (s. Abb. 4 unten). Bei der in Südchina verbreiteten Form dagegen verläuft die Parierstange zur Hand hin (s. Abb. 4 oben) [Yang99a, S. 16]. Beide Formen haben Vor- und Nachteile. So verändert die unterschiedliche Form insbesondere die Wirkung des Hushou in dem Moment, in dem die gegnerische Waffe entlang der eigenen Klinge bis zum Handschutz rutscht. Die von der Hand weg geneigte Parierstange tendiert dazu, die Bewegung der gegnerischen Waffe am Hushou zu stoppen. Dies verändert den Kontakt der Waffen deutlich und ermöglicht es in dem Moment beiden Parteien, eine zielgerichtete Kraft einzusetzen, beispielsweise, um die Waffe des Gegners zu kontrollieren [Yang99a, S. 16], ihn zu entwaffnen oder einen Push auf seinen Körperschwerpunkt durchzuführen. Beim Handschutz, dessen Parierstange zur Hand hin geneigt ist, wird die fremde Waffe in der Regel nicht gestoppt, sondern gleitet über den Hushou ab. Dies ist auf der einen Seite für den oder die SchwertkämpferIn gefährlich, da man in diesem Moment von der gegnerischen Waffe getroffen werden kann. Auf der anderen Seite unterstützt dieses Verhalten des Handschutzes die Kampfcharakteristik des Taiji Jian. Während nämlich ein ständiges Haftenbleiben an der gegnerischen Waffe angestrebt wird, ist ein Verhaken der Waffen, das dem Gegner die Möglichkeit zur Kraftanwendung erlaubt, unerwünscht.

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Abb. 4: Verschiedene Formen für den Hushou (Handschutz) des Jian. Die unten abgebildete Form, bei der die Parierstange von der Hand weg zeigt, ist in Nordchina verbreitet, während die obere Form, bei der die Parierstange zur Hand hin verläuft, in Südchina üblich ist. Foto: Archiv J. Harloff-Puhr

Prinzipien des Schwertkampfs

Nach Zhang Yun gibt es sieben Hauptprinzipien, die für den Umgang mit dem Jian im Taijiquan gelten [Zhan98, S. 262–270]:

1. Benutze eine Kurzwaffe wie eine Langwaffe

Dieses Prinzip gilt grundsätzlich für den Einsatz aller Kurzwaffen. Es gilt, den Längenvorteil der Waffe optimal einzusetzen. Ist der Gegner mit einer kürzeren Waffe als man selbst bewaffnet, muss der Abstand zum Gegner gewahrt bleiben, damit man attackieren kann, ohne selbst in Gefahr zu kommen. Ist der Gegner mit einer Langwaffe ausgestattet, so gilt es im Gegenzug, dicht an ihn heranzukommen, um seine größere Reichweite nutzlos zu machen. In beiden Fällen ist eine gute Schrittarbeit die entscheidende Grundlage.

2. Attackiere das vordere Handgelenk des Gegners

Dies ist eine spezielle Kampftechnik des Jian. Hält der Gegner eine Langwaffe, die er mit beiden Händen führt, so gilt das näher gelegene Handgelenk als das vordere. Ist er mit einer Kurzwaffe bewaffnet, so gilt das Gelenk der Waffenhand als das vordere. Da die Qianren, also der vordere Teil der Schneide, bei einem echten Jian extrem scharf ist, ist es nicht notwendig, besonders viel Kraft beim Angriff einzusetzen. Stattdessen wird mit Geschicklichkeit, Überraschungsmoment und Geschwindigkeit angegriffen. Wenn mit der Spitze des Jian die Hand selbst oder das Handgelenk getroffen wird, so macht es den Gegner im günstigsten Fall sofort kampfunfähig, ohne sein Leben zu gefährden.

3. Vermeide harte Blocks mit dem Schwert

Wenn der Gegner einen starken Angriff führt, so sollte man versuchen, dem Angriff auszuweichen. Ein hartes Blocken der gegnerischen Waffe ist zu vermeiden, da dies die delikate Klinge des Jian gefährden würde. Wenn ein Block aufgrund des Abstands unumgänglich ist, dann sollte nur Jiangen, die Schwertwurzel unmittelbar über dem Griff, eingesetzt werden. Aber selbst in einem solchen Fall sollte ein harter Block, der sich direkt gegen die ankommende Kraft stemmt, vermieden werden. Stattdessen sollte die gegnerische Waffe so leicht wie möglich berührt werden und ihre Bewegung weitergeführt und umgeleitet werden, statt sie zu stoppen. Ab diesem Moment sollte man mit der Klinge an der gegnerischen Waffe haften bleiben und den Kontakt nicht mehr aufgeben, bis man einen Vorteil für einen entscheidenden eigenen Angriff erarbeitet hat.

4. Bewege Dich wie der Drache und der Phönix

„Steige wie ein Drache und falle wie ein Phönix“ ist ein bekanntes Sprichwort in der chinesischen Kampfkunst. Gemäß der chinesischen Legende steigt der Drache in einer schnell rotierenden Spirale in den Himmel, die gerade nach oben führt. Der Phönix, der zurück in sein Nest fliegt, sinkt mit einer kreisenden Flugbahn. Hierbei verkörpert der Drache Yang und der Phönix Yin. Dieses Kampfprinzip bezieht sich auf die grundsätzlichen Bewegungsmöglichkeiten mit dem Jian, nämlich geradlinig (Yang) und kreisförmig (Yin). Allerdings bezieht es sich, im Gegensatz zum Sprichwort, nicht auf Steigen und Sinken, sondern auf die Konzepte Angriff und Verteidigung. Die meisten Angriffe mit dem Schwert verlaufen auf einer geraden Linie und sind schnell. Der überwiegende Teil der defensiven Aktionen verläuft kreisförmig und wird weich ausgeführt. Gleichzeitig gilt für den Einsatz des Jian das grundsätzliche Prinzip des Taijiquan, dass in jeder geraden Linie auch ein Kreis enthalten ist und umgekehrt.

5. Sei ruhig, während Du in Bewegung bist, und bewege Dich, während Du still stehst

Dieses Prinzip wird bereits in der im vorherigen Artikel zitierten Ausführung der Maid von Yue zum Schwertkampf erwähnt [Harl13, S. 38–39]. Beim Kampf mit dem Jian gibt es Phasen, in denen die äußeren Bewegungen den Anschein von Ruhe und Stille vermitteln. Das Innere des Kämpfers sollte in diesen Phasen von einem verstärkten Gefühl der Aktivität und Geschwindigkeit geprägt sein. Man sagt in diesem Zusammenhang auch „finde die Bewegung in der Stille“. Auf der anderen Seite gibt es die Kampfphasen, in denen die äußeren Bewegungen energetisch, schnell und intensiv sind. In diesen Phasen soll das Innere des Kämpfers voller Ruhe und Gelassenheit sein, „erzeuge Ruhe innerhalb der Bewegung“.

6. Starte spät, aber komme als Erster an

Beim Kampf mit dem Jian soll man eine Stellung einnehmen, durch die sich der Gegner nicht bedroht fühlt, so dass er zu einem Angriff eingeladen wird. Auf diesen Angriff soll man dann innerlich vorbereitet sein und optimal reagieren. Die beste Gelegenheit für eine offensive Aktion ist nämlich häufig ein Gegenangriff, der in dem Moment ausgeführt wird, wenn sich der Gegner auf eine ernst gemeinte Angriffsaktion festgelegt hat und diese mit Entschlossenheit durchführt. Wichtig ist dabei, Finten und angetäuschte Aktionen von echten Angriffen unterscheiden zu können. Für den Gegenangriff muss man auf den richtigen Zeitpunkt warten und darf nicht in Aktion treten, ohne damit eine sehr klare Absicht zu verfolgen.

7. Verbinde den Körper und das Schwert

Ein weiteres bekanntes Sprichwort lautet „Der Körper folgt dem Schwert in der Bewegung und das Schwert sichert den Körper während der Bewegung“. Selbstverständlich gilt auch beim Kampf mit dem Jian, wie in jedem Aspekt des Taijiquan, dass sich der Körper, mitsamt gehaltener Waffen, immer als Einheit bewegen muss. Bewegt sich das Schwert, dann bewegt sich der ganze Körper, ist das Schwert in Ruhe, dann gilt dies ebenfalls für den ganzen Körper. In diesem Sinne führt der Körper das Jian, nicht die Hand oder der Arm. Körpermitte und Taille kontrollieren die Bewegung, während der Impuls und die Quelle für die innere Kraft aus den Füßen und Beinen kommen. Nichtsdestotrotz gilt, dass in dem äußeren Aspekt der Bewegung bei einem bewaffneten Angriff die Waffe die Bewegung beginnt und der Körper folgt. Anderenfalls besteht wortwörtlich die Gefahr, dem Gegner „ins offene Messer zu laufen“, wenn der Körper sich nach vorne bewegt, bevor die eigene Klinge als Schutzschild fungieren kann. Bei einer Verteidigungsaktion gilt umgekehrt, dass der Körper die äußere Bewegung beginnt, um dem Angriff in erster Linie ausweichen zu können, während die Waffe folgt und den Angriff zur Not aufnehmen und ablenken kann.



Trainingsmethoden mit dem Schwert und dem Säbel

Es gibt zahlreiche spezielle vorbereitende Übungen für das Waffentraining, die ohne die Waffen durchgeführt werden. Hierzu zählen v. a. Methoden aus den Bereichen Qigong, Erwärmung und Dehnung, wobei ein besonderer Fokus auf den Handgelenken liegen sollte, die speziell bei Anfängern häufig blockiert sind, was das feinfühlige Arbeiten mit der Waffe erschwert. Beim eigentlichen Üben mit den Waffen kann man unterscheiden in Solotraining, Partnertraining und Training mit Hilfsmitteln.

Solotraining

Das Solotraining stellt den Anfang jeden Übens mit einer Waffe dar. Sogar wenn es im individuellen Fall das Ziel sein sollte, eine hohe Fertigkeit im realistischen Zweikampf zu erreichen, ist es unabdingbar, über das Solotraining eine solide Grundlage zu schaffen. Hier kann der oder die SpielerIn alle Grundtechniken mit der Waffe und ihre Kombinationen präzise und in Ruhe durchführen. Dabei kommt es v. a. darauf an, die Stände und die Schrittarbeit in korrekter Ausführung und koordiniert mit den Aktionen der Waffe zu erlernen und zu kontrollieren. Alle Aktionen werden ohne die Reaktion eines Gegenübers durchgeführt. Das hat den enormen Vorteil, dass die grundlegenden Bewegungsmuster unter ruhigen, emotional nicht belasteten, Bedingungen optimiert werden können [Bart00, S. 104].

Für diese Übungsmethode bietet sich der Einsatz von Stahlwaffen an, die im günstigsten Falle möglichst dicht an den Eigenschaften, also dem Gewicht und der Balance, eines echten Jian bzw. Dao sein sollten. Die Klinge selbst sollte allerdings stumpf sein, was dem Gefühl in der Führung der Waffe keinen Abbruch tut und das Verletzungsrisiko minimiert. Nebenbei sei auch erwähnt, dass scharfe Blankwaffen, zumindest nach deutschem Recht, als Waffen analog zu Schusswaffen gelten, was eine Reihe strenger Auflagen für die Aufbewahrung, den Transport und das Führen solcher Waffen zur Folge hat [13g]. Anders als bei Schusswaffen sieht das deutsche Recht allerdings keinen Waffenschein vor, der zum Führen solcher Waffen berechtigt, womit in diesem Bereich eine große juristische Grauzone vorliegt [Scho12].

Eine Klinge aus historisch akkuratem Waffenstahl ist viel biegsamer, als man dies als Laie erwartet [Chen07]. Mit komplett starren Klingen sollte man vorsichtig sein, diese Waffen sind in der Regel als Wandhänger gedacht und nicht als Trainingsgerät. Als anderes Extrem sind in den chinesischen Kampfkünsten Klingen aus Blech sehr üblich, die äußerst weiche Klingen haben (s. Abb. 5 oben). Solche Waffen haben eine gewisse Berechtigung, v. a. für Vorführungen. Die Weichheit verleiht einer solchen Klinge ein ähnliches Charakteristikum wie einer Peitsche, so dass Techniken, die mit dem Ausstoß von Energie, Fajin, einhergehen, bei korrekter Ausführung akustisch durch einen lauten Knall begleitet werden. Für das eigentliche Training realistischer Techniken sind diese Waffen aber keinesfalls zu empfehlen, da sie deutlich zu leicht sind und nicht die korrekte Balance besitzen. Ähnliches gilt für Teleskopschwerter (s. Abb. 3), die bei einigen Taiji-SpielerInnen recht beliebt sind, da sie in eingeklapptem Zustand sehr gut zu transportieren sind. Will man lediglich den äußeren Ablauf der Bewegungen trainieren, dann sind Blech- oder Teleskopwaffen hinreichend, nicht aber, wenn man ein Gefühl dafür bekommen will, wie die korrekte Handhabung eines Jian oder eines Dao funktioniert.

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Abb. 5: Verschiedene Varianten für den Dao aus Blech (oben) und Hartholz (unten). Beide Exemplare haben eine Länge von etwa 84 Zentimetern. Foto: Archiv J. Harloff-Puhr

Zu Beginn des Trainings sollte viel Wert gelegt werden auf das Üben von Grundbewegungen und -techniken, zunächst im Stand und dann mit Schritten [Zhan98, S. 254–255]. Die Grundübungen sollten sowohl mit der bevorzugten als auch der schwachen Hand durchgeführt werden. Hierdurch kann der Effekt etwas abgemildert werden, dass das Waffentraining, anders als das freihändige Training, zu einer gewissen Einseitigkeit tendiert. Das ausgiebige Üben mit der schwachen Hand fördert die Ausbildung einer Beidhändigkeit und kommt der historischen Realität nahe, da ein Kämpfer im Falle einer Verwundung der bevorzugten Hand im Stande sein musste, auch mit der anderen Hand weiterzukämpfen.

Erst wenn die Grundbewegungen mit beiden Armen halbwegs verstanden wurden, sollte man zum Erlernen einer Soloform übergehen (s. Abb. 6). Das Laufen solcher Soloformen ist in den meisten Taiji-Schulen quasi die „Königsdisziplin“ des Waffentrainings, analog zum Freihandtraining, und das Erlernen wenigstens einer solchen Form ist immer ein fester Bestandteil des Curriculums [Chen00]. Hierfür gibt es viele gute Gründe, da die Soloformen dem Zweck eines modernen Taiji-Trainings und den Bedürfnissen der Übenden sehr entgegenkommen. Aspekte wie z. B. Gesundheitsförderung, Meditation und Ästhetik können hier voll zur Geltung kommen. Darüber hinaus sind die traditionellen Formen gleichsam Anleitungen und Nachschlagewerke für Techniken und Konzepte des realistischen Waffenkampfes, die von Generation zu Generation überliefert wurden. In der Tradition des Yang-Stils gibt es eine ursprüngliche Taiji-Dao-Soloform, die der Überlieferung nach unmittelbar auf den Stilbegründer Yang Luchan zurückgeht [Zhan09, S. 183]. Bezüglich des Taiji Jian soll Yang Luchan dagegen nur Grundlagen und Prinzipien gelehrt haben, darauf beruhende Formen sollen erst seine Söhne und Schüler erstellt haben [Chen00, S. 17, Zhan98, S. 95].

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Abb. 6: Dietmar Jarosch zeigt ein Bild aus einer Yang-Stil-Soloform für das Jian. Foto: Archiv D. Jarosch

Die höchste Form des Solotrainings ist der Freistil. Hierbei löst sich die oder der Praktizierende von den fest vorgegebenen Formen und improvisiert frei mit dem Jian oder dem Dao. Er oder sie sollte sich dabei von den inneren Gefühlen und Stimmungen leiten lassen und diesen in der Improvisation Ausdruck verleihen, so dass die Bewegungen auch bei der gleichen Person von Tag zu Tag sehr unterschiedlich aussehen können. Dabei sollten allerdings die Prinzipien der jeweiligen Waffe immer berücksichtigt und umgesetzt werden, so dass diese Art des Trainings sinnvollerweise erst von sehr fortgeschrittenen SchülerInnen praktiziert werden sollte, die diese Prinzipien durch langes Üben vorgegebener Bewegungsabläufe verinnerlicht haben [Zhan98, S. 256–257].

Wenn man den Umgang mit einer einzelnen Waffe gemeistert hat, dann kann es im Bereich des Solotrainings sehr fruchtbar sein, sich mit den Doppelwaffen zu beschäftigen, also Shuang Jian (s. Abb. 7) und Shuang Dao [Yang99b, S. 75–77]. Bei dieser Art des Trainings ist die oben erwähnte Einseitigkeit vollständig aufgehoben und die sehr anspruchsvolle Aufgabe, in jeder Hand gleichzeitig eine Waffe zu führen, aktiviert und vernetzt die beiden Gehirnhälften sehr gut, stärker als dies beispielsweise im freihändigen Training geschieht. Es ist auch eine gute Möglichkeit, sich einem sehr ausgeprägten und typischen Aspekt der chinesischen Kampfkünste zu nähern, bei denen der Einsatz von Doppelwaffen eine lange Tradition hat. Der oben beschriebene Trainingsablauf für die Einzelwaffen, von Grundübungen über Soloformen bis hin zum Freistil, gilt genauso für die Doppelwaffen.

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Abb. 7: Kong Shenfang zeigt ein Bild aus einer Form für das Shuang Jian (Doppelschwert). Foto: Archiv Kong Shenfang

Partnertraining

Zum Partnertraining sollte man erst übergehen, wenn eine solide Grundlage in der Solopraxis erreicht wurde. Die mit Abstand bekannteste Form des Partnerwaffentrainings im Taijiquan ist das Tui Jian, also die „Schiebenden Schwerter“, eine Übung, die analog zum Tui Shou, den „Schiebenden Händen“ [13h], ist (s. Abb. 8) [Silb10]. Hierfür eignen sich, aus Sicherheitsgründen, v. a. Waffen aus Hartholz (s. Abb. 5 unten und Abb. 9 unten) [Zhan98, S. 273]. Bambusschwerter sind nicht zu empfehlen, da sie zu leicht sind. Bei dieser Übungsmethode berühren sich die Schwerter der Partner ständig, es wird mit haftenden Energien gearbeitet und es geht darum, in den Partner hineinzuhorchen, um seine Intention und seinen Stand zu erspüren. Abb_08_Marc_Mazalairas_Tuijian

Abb. 8: Marc Mazalairas (rechts) beim Tui Jian, der Übung der „Schiebenden Schwerter“, mit einem Schüler. Foto: Archiv M. Mazalairas

Das Tui Jian sollte mit festgelegten Drills beginnen [Dabi94a, HuCh09, S. 41], im Englischen spricht man von „fixed patterns“. Hier geben sich die Partner gegenseitig Impulse, z. B. eine bestimmte Angriffsaktion, die vom Verteidiger mit einer festgelegten Aktion gekontert wird, so dass er wiederum zum Angreifer wird. Auf diese Weise können die Handlungen in Abhängigkeit vom gegnerischen Verhalten geübt werden, so dass man auf Rahmenbedingungen wie Timing und Abstand zu achten lernt [Bart00, S. 110]. Wenn eine gewisse Sicherheit erreicht wurde und zwei aufmerksame und vorsichtige Partner miteinander üben, die sich gegenseitig vertrauen, dann ist es durchaus empfehlenswert, die Drills auch mit Stahlschwertern auszuprobieren. Man wird bemerken, dass die Art, wie die Klingen aneinander haften oder gleiten, sich nun deutlich anders anfühlt als bei den Holzschwertern.

Der nächste Schritt ist dann das freie Tui Jian, wobei es sinnvoll ist, als Zwischenstufe bestimmte Aufgaben oder Rollenverteilungen festzulegen, so dass z. B. einer der Partner der Angreifer und einer der Verteidiger ist [Bart00, S. 113, Zhan98, S. 273]. Das ganz freie Tui Jian ist dann so etwas wie eine sehr sanfte Version des Sparrings. Während man den Bewegungen des gegnerischen Jian folgt, versuchen beide Partner, den jeweils anderen in eine Situation hineinzumanövrieren, die man für einen sicheren Angriff ausnutzen kann. Das halbfreie und ganz freie Tui Jian sollte wegen des Verletzungsrisikos niemals mit Stahlschwertern durchgeführt werden.

Das Tui Jian ist ein ganz zentraler und für das Taijiquan typischer Trainingsansatz mit dem Schwert. Für den Dao ist diese Art des Übens ebenfalls sinnvoll, sollte hier aber einen nicht ganz so breiten Raum einnehmen wie bei dem Schwert. Der Schwerpunkt des Partnertrainings sollte beim Dao in dem Bereich liegen, der in der mittelalterlichen deutschen Schwertschule als „Zufechten“ bezeichnet wurde, also die Phase des Kampfes, an deren Beginn noch keine Klingenbindung besteht [Tobl01, S. 14]. Man muss sich ganz klar machen, dass das Tui Jian insofern eine sehr künstliche Trainingsform ist, als ein Kampf niemals mit einer Klingenbindung beginnt. Die Gegner stehen sich mit ihren Waffen gegenüber bis einer die Kampfhandlungen mit einem ernst gemeinten Angriff oder einer Finte beginnt. Je nach der Reaktion des Verteidigers kann dies in einer Situation enden, bei der sich die Klingen berühren. Wenn ein Schwertkämpfer aber nicht im Stande ist, aus diesem dynamischen Klingenkontakt heraus die gegnerische Klinge aufzunehmen und an ihr haften zu bleiben, was sehr viel schwieriger ist, als es vielleicht klingen mag, dann bringen ihm all die Fähigkeiten gar nichts, die er sich im Tui Jian angeeignet hat. Es ist auch notwendig, in Sekundenbruchteilen zu entscheiden, ob es in der gegebenen Kampfsituation überhaupt sinnvoll ist, den Klingenkontakt zu suchen, oder ob man den Kampf nicht wesentlich günstiger für sich entscheiden kann, wenn man eine gänzlich andere Aktion durchführt, etwa dem Angriff komplett auszuweichen und einen gleichzeitigen Schnitt auf das Handgelenk des Angreifers zu setzen. Daher ist es absolut notwendig, auch mit dem Jian das Zufechten zu üben.

Die Trainingsabfolge beim Zufechten ist zunächst identisch mit der beim Tui Jian, sie sollte also mit festgelegten Drills beginnen, zu freiem Spiel mit festgelegter Rollenverteilung übergehen und kann dann beim freien Sparring enden [Zhan98, S. 270–273]. Im freien Sparring gibt es eigentlich keinen Unterschied mehr zwischen Zufechten und Tui Jian, die beiden Konzepte verschmelzen im Idealfall miteinander, abhängig vom jeweiligen Kampfverlauf. Für die „fixed patterns“ eignen sich wiederum Hartholzschwerter sehr gut, wobei es für fortgeschrittene SpielerInnen durchaus empfehlenswert ist, diese Übungen auch mit Stahlschwertern zu probieren. Wenn man zum freien Spiel übergeht, sollte nur noch mit Softschwertern trainiert werden. Inzwischen gibt es spezialisierte Anbieter, die Sparringschwerter extra für das Taiji Jian anbieten, die aus einem Glasfiberstab bestehen, der mit einem Schaumstoffmantel und einer darüber liegenden Kunststofffolie überzogen ist (s. Abb. 9 oben). Durch eine Behandlung der Kunststofffolie mit Bienenwachs kann eine Oberfläche erzeugt werden, deren Haftung an einer gegnerischen Klinge der von Stahlschwertern sehr ähnlich ist. Daher sind solche Softschwerter auch für das Tui Jian sehr geeignet. Geht man zum freien Sparring über, sollte allerdings zusätzlich Schutzausrüstung getragen werden [13i]. Wer sich für diese sehr lohnenswerte Art des Übens interessiert, sei an den äußerst informativen Artikel von Thomas Simianer aus dem Jahr 2008 verwiesen [Simi08].

Abb_09_Holz_und LARP-Schwert

Abb. 9: Verschiedene Varianten für das Jian. Oben eine Ausführung als Soft- bzw. Polsterwaffe, deren Kern aus einem Glasfiberstab besteht, der zunächst mit einem Schaumstoffmantel und zuoberst mit einer Kunststofffolie überzogen ist. Das untere Exemplar besteht aus Hartholz. An diesen zwei Beispielen kann man erkennen, dass die Länge von Schwertern stark variieren kann (oberes Softschwert: 97 Zentimeter, unteres Holzschwert: 120 Zentimeter). Foto: Archiv J. Harloff-Puhr

Ähnliche für den Einsatz im Taijiquan optimierte und hochwertige Softwaffen für den Säbel sind mir nicht bekannt. Allerdings gibt es eine breite Palette an Anbietern, die Soft- oder Polsterwaffen [13j] für das sog. LARP (Live Action Role Playing) [13k] anbieten, die im Grunde ebenfalls den oben beschriebenen Aufbau haben. Bei diesen Anbietern findet man zahlreiche Softwaffen, die von der Form her dem chinesischen Säbel sehr nahe kommen und für das Dao-Partnertraining gut verwendet werden können, solange nicht zu fest zugeschlagen wird, da die Haltbarkeit dieser Waffen etwas eingeschränkt ist.

Mit Säbel und Schwert auf dem Taiji-Weg_ Kampfprinzipien und Trainingsmethoden Eine weitere Option für das Partnertraining sind Partnerformen, die in ihrer Länge und Komplexität mit Soloformen vergleichbar sein können [Dabi94b, Dabi94c]. Gerade Partnerformen können eine gute Möglichkeit sein, solche Taiji-SpielerInnen an den Waffenkampf heranzuführen, die von dem möglicherweise als zu aggressiv und kompetitiv empfundenen Charakter des freien Tui Jian und Sparring abgeschreckt werden. Eine Partnerform kann, ähnlich wie eine Soloform, einen ausgesprochen friedlichen und meditativen Charakter annehmen, wenn die beiden SpielerInnen dies wünschen. Aus dem simulierten Kampf gegeneinander kann ein wunderschöner Tanz miteinander werden. Nichtsdestotrotz werden durch die Ansprüche an die richtige Distanz und Waffenführung sowie das korrekte Timing Aspekte eines echten Kampfes trainiert, die beim Laufen einer Soloform außen vor bleiben. Von fortgeschrittenen SpielerInnen können solche Partnerformen mit Stahlschwertern durchgeführt werden, was die einzigartige Option eröffnet, mit geringem Verletzungsrisiko und ohne die Notwendigkeit für Schutzausrüstung ein Gefühl für die Dynamik eines realen Kampfs mit dem Jian oder Dao zu bekommen [Acto11].

Für den Dao gibt es eine weitere Methode des Partnertrainings, nämlich das Üben auf extrem kurze Distanz, wenn die Körper der Partner Kontakt zueinander haben, analog zum Tui Shou. Für das Jian spielt diese Distanz keine Rolle, da es der Schwertkämpfer tunlichst vermeiden muss, eine solche Situation eintreten zu lassen. Aufgrund der sehr scharfen zweischneidigen Klinge eines echten Jian könnte die Waffe in dieser Distanz nicht mehr sinnvoll eingesetzt werden, ohne sich dadurch selbst in Gefahr zu bringen. Mit dem Dao verhält es sich anders, aufgrund seines Aufbaus kann der Säbel so eingesetzt werden, dass die stumpfe Rückseite der Klinge mit dem eigenen Körper Kontakt hat, während man die scharfe Vorderseite gegen den Gegner zum Einsatz bringt. In der unübersichtlichen Umgebung eines Schlachtfelds kann es ein Soldat kaum verhindern, dass er auch in ein solch enges Handgemenge gerät. Daher ist diese enge Distanz ein relevanter Teil des Trainings mit dem Dao. Die Mechanik und Dynamik des Kampfes sind hier natürlich ganz anders, so kommen plötzlich etwa Hebeltechniken hinzu, die mit einer Unterstützung durch die Klinge sehr effektiv gegen die Gelenke des Gegners eingesetzt werden können.

Ein weiterer Aspekt, der v. a. bei dem Dao nicht fehlen sollte, ist der Kampf gegen andere Waffen. Da die häufigste Waffe, der man im früheren China auf dem Schlachtfeld begegnen konnte, der Speer (Qiang) war, sind zahlreiche der Konzepte und konkreten Techniken des Säbels unmittelbar für den Kampf gegen diese Waffe gedacht [Zhan09, S. 66]. Einige Sequenzen aus den Soloformen mit dem Dao werden eigentlich erst klar, wenn man versucht hat, sich im Partnertraining mit einem Säbel gegen einen Speer zur Wehr zu setzen. Dies ist sehr viel schwieriger, als man es sich zunächst vorstellt, da es sich um einen ziemlich ungleichen Kampf handelt. Der Vorteil liegt eindeutig bei dem Partner mit dem Speer, der mit seiner schnellen Waffe seine größere Reichweite klar zur Geltung bringen kann [Zhan09, S. 370–371]. Im alten China galt es als die größte Kunstfertigkeit eines Säbelkämpfers, wenn er erfolgreich gegen einen Speerkämpfer antreten konnte.

Ein, zumindest für Taiji-SpielerInnen, etwas exotischer Trainingsansatz, der aber für die Ausbildung ausgewogener Kampffähigkeiten nicht fehlen sollte, ist der Gruppenkampf. Hierbei kann sich entweder eine einzelne Person gegen mehrere Angreifer wehren oder es treten zwei Gruppen gegeneinander an. Für diese Trainingsmethode sollten möglichst Sparringwaffen und Schutzausrüstung verwendet werden, eine besondere Umsicht aller Beteiligten ist unbedingt notwendig. Die Ansprüche an jede Spielerin und jeden Spieler ändern sich nun deutlich, da sich die Dynamik und Taktik des Kampfes drastisch verändert haben. Ein solches Training, zumindest gelegentlich einmal, auszuprobieren ist sehr empfehlenswert, da es sich hierbei um die beste Simulation einer echten Kampfhandlung auf dem Schlachtfeld oder auch einer Selbstverteidigungssituation in früheren Zeiten handelt [Derv12, S. 136–140].

Die gesamte Abfolge des Partnertrainings mit einer Einzelwaffe lässt sich im Prinzip mit den dazugehörigen Doppelwaffen, also Shuang Jian und Shuang Dao, wiederholen. Während Aspekte wie freies Sparring oder der Kampf gegen Langwaffen mit einer Doppelwaffe sicherlich zu einem sehr fortgeschrittenen Level gehören, kann es das Verständnis für die chinesischen Kampfkünste fördern, wenn Taiji-SpielerInnen, die im Umgang mit einer Einzelwaffe sicher sind, sich zumindest einmal an fest vorgegebenen Partnerroutinen mit den entsprechenden Doppelwaffen probieren.

Training mit Hilfsmitteln

Durch ein Üben mit Hilfsmitteln können Aspekte trainiert werden, die durch ein Solo- oder Partnertraining nicht, oder zumindest nicht so gut, abgedeckt werden. Trainingshilfsmittel sind ihrem Charakter nach so etwas wie „bedingte Gegner“. Mit ihnen kann die Präzision von Angriffstechniken sehr gut geübt werden. Am Resultat der eigenen Aktion werden bestimmte Aspekte unmittelbar sichtbar, wie etwa die Wahl der richtigen Beinbewegung in Abhängigkeit von der Entfernung zum Ziel, die Treffgenauigkeit und die exakte Waffenkontrolle [Bart00, S. 108].

Eine Möglichkeit ist z. B., mit statischen oder auch beweglichen Zielen die Präzision von Stichen und Schnitten zu trainieren. Mit an Seilen hängenden und in Schwingung versetzten Gegenständen, etwa Stöcken, lässt sich sehr schön das Ausweichen, also das Entfernen des Körpers aus der Angriffslinie, bei gleichzeitiger Gegenattacke üben. Wird der Gegenstand mit der eigenen Klinge getroffen, so gibt ihm dies neuen Schwung und beeinflusst seine Bewegung in nicht absehbarer Weise, so dass ein Reagieren und Improvisieren über mehrere Aktionen hin möglich und nötig wird. Der Fantasie und Spielfreude sind bei dieser Trainingsart kaum Grenzen gesetzt.

Eine sehr spezielle Variante des Trainingsansatzes mit Hilfsmitteln sind die Schnitttests. Diese Tests, bei denen es eigentlich eher um Hiebe als um Schnitte geht, sind häufig unter dem japanischen Namen Tameshigiri bekannt, da sie in der japanischen Schwertkunst eine lange Tradition haben und eine große Rolle spielen [13l]. Hierbei wird ein statisches Ziel mit einer scharfen Klinge mit einem Hieb durchtrennt. Die traditionell in Japan verwendeten Ziele sind speziell gewickelte Matten aus Reisstroh, die man in Wasser quellen und wieder antrocknen lässt, oder Bambusstämme [Crai88, S. 175–181]. Es eignen sich aber auch sehr viel einfachere Ziele, wie etwa wassergefüllte Plastikflaschen bzw. Getränkekartons oder Rollen aus feuchtem Zeitungspapier [Lind03, S. 225–226].

Während diese Trainingsmethode für das weich zu führende Jian keine große Rolle spielt, so ist es für den Dao hilfreich, zumindest gelegentlich Schnitttests durchzuführen. Werden in der Solo- oder Partnerpraxis Hiebe mit dem Dao ausgeführt, so wird dies nie mit der Intention getan, ein Ziel ernsthaft zu treffen und zu durchtrennen. Dies beeinflusst die Körpermechanik und die Reaktion des eigenen Körpers, wenn die Klinge dann tatsächlich ein Hindernis trifft. Man übt nicht, den Dao mit Fokus und der richtigen Technik durch ein Ziel hindurchschneiden zu lassen. Tatsächlich fällt es häufig sogar im Umgang mit Klingenwaffen geübten Kampfkünstlern schwer, auch nur eine simple Papprolle mit einem Hieb zu durchtrennen, wenn sie dies zum ersten Mal probieren. Die Sinnhaftigkeit einiger Techniken und Prinzipien im Taiji Dao erschließt sich erst, wenn man einmal durch eigenes Tun erlebt hat, welche Mechanik und Dynamik nötig sind, um einen ernsthaften Hieb mit dem Säbel durchzuführen [Lind03, S. 225–226].

Fazit

Das Jian hat sich zur Standardwaffe des Taijiquan entwickelt, und das mit gutem Grund. Bewegungs- und Kampfcharakteristik dieser Waffe zeigen eine so starke Übereinstimmung mit den Prinzipien des Taiji, dass es Praktizierenden relativ leicht fällt, in der freihändigen Übungspraxis gelernte Schemata auf das Schwert zu übertragen. Daher ist es sehr sinnvoll, das Jian als Einstieg in die Waffenpraxis des Taijiquan zu wählen. Während es vielen SpielerInnen ausreicht, das Schwert in der Solopraxis kennenzulernen, bietet das Taijiquan eine große Palette an Übungen mit Partnern oder Hilfsmitteln, in denen man sich spielerisch mit dem Schwertkampf auseinandersetzen kann, um das Verständnis für den Umgang mit dieser Waffe zu vertiefen.

Wer sich weitergehend mit dem Einsatz von Waffen im Taiji auseinandersetzen will, findet im Dao die ideale Ergänzung zum Schwert. Der Säbel hat als Klingenwaffe mit ähnlichen Ausmaßen einige Gemeinsamkeiten mit dem Jian, an die man anknüpfen kann. Gleichzeitig hat er aber auch eine ganz eigene Charakteristik und bietet die Möglichkeit, einen deutlich dynamischeren und kraftbetonteren Umgang mit einer Waffe kennenzulernen.

Will man dann noch einen Schritt weitergehen und das Spektrum über die Klingenwaffen hinaus erweitern, so findet man ein weites Feld im Bereich des Stocks in seinen unterschiedlichen Längenausprägungen. Dieser zweiten großen und wichtigen Waffengattung im Taijiquan neben den Klingenwaffen wird sich der nächste Beitrag in dieser Artikelreihe widmen.

Autor: Dr. Jan Harloff-Puhr

Literatur und DVDs

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[13f] Tang-Dynastie – Wikipedia, die freie Enzyklopädie. URL http://de.wikipedia.org/wiki/Tang-Dynastie
[13g] Waffengesetz (Deutschland) – Wikipedia, die freie Enzyklopädie. URL http://de.wikipedia.org/wiki/Waffengesetz_(Deutschland)
[13h] Tuishou – Wikipedia, die freie Enzyklopädie. URL http://de.wikipedia.org/wiki/Tuishou
[13i] Schutzausrüstung (Kampfsport) – Wikipedia, die freie Enzyklopädie. URL http://de.wikipedia.org/wiki/Schutzausr%C3%BCstung_(Kampfsport)
[13j] Polsterwaffe – Wikipedia, die freie Enzyklopädie. URL http://de.wikipedia.org/wiki/Polsterwaffe
[13k] Live Action Role Playing – Wikipedia, die freie Enzyklopädie. URL http://de.wikipedia.org/wiki/LARP
[13l] Tameshigiri – Wikipedia, die freie Enzyklopädie. URL http://de.wikipedia.org/wiki/Tameshigiri
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