Angela Menzel

Angela Menzel, Sha Wushu, Tai Chi Schule Göttingen

ZurueckButtonJahrgang 1969, Wushu-Liebhaberin, Clown, Theaterpädagogin, Regisseurin.
Im Bezug auf Wushu bin ich leidenschaftlich polygam:

  • Taiji Quan – Liebe auf den 1. Blick – 1992,
  • Tongbeiquan und Baguazhang – voll entflammt, 2002,
  • Xingyiquan – verfallen – 2010

Angela-MenzelZu allen vier Disziplinen pflege ich die Beziehung intensiv und hingebungsvoll. Keine einzige Erfahrung möchte ich missen! Im Gegenteil: die Beschäftigung mit jeder Kunst einzeln führt immer wieder zu bereichernden Querverbindungen und Entwicklungsschüben für die jeweils anderen drei Disziplinen und stets bleibt es lebendig und spannend! Die Familie, die mir den tiefen Zugang zu diesem klassischen Quartett ermöglicht, ist die Familie von Sha Guozheng in Kunming/China, dessen Oberhaupt – Sha Junjie – mich 2010 aufgenommen hat.

Nicht verschweigen möchte ich meine Dauerliebschaften auch zu einigen Schulen des Qigong…

Sha Guozheng (1904 – 1992)

Als Siebenjähriger begann er Wushu zu lernen und genoss im Laufe seines Lebens viele namhafte Meister wie Jiang Rongjiao, Zhai Shu Zhen, Wang Zhe Zheng und Sun Lu Tang. Er begriff sich zeitlebens stets auch als Lernender und war sich nicht zu schade, auch von jüngeren was abzuschauen. Schließlich hatte er Tongbeiquan, Xingyiquan, Baguazhang und Taiji Quan so überzeugend gemeistert, dass ihm die Ehre zuteil wurde sie als seine Künste unter dem Namen „Sha Wushu“ zusammenzufassen. Sha Guozheng war auch Arzt und als Mensch hochgeschätzt. Einer seiner Leitsätze betont, dass Wushu endlos zu lernen ist, das es Vorurteile zwischen den Schule abbauen soll, um gemeinsam Fortschritte zu machen und zusammen zu halten. Die Ressourcen des Wushu liegen in der Tradition, lebendiges Wushu kommt durch die Innovation derer, die es lernen/praktizieren!

Sha Guozheng hatte vier Kinder. Der jüngste Sohn – Sha Junjie – ist Sha Guozhengs Erbe und führt die Wushu Geschichte mit Herzblut fort. Er ist vielbeachteter Sieger zahlreicher Wettkämpfe und ein wunderbarer Lehrer!

Workshop Beschreibungen

Tongbeiquan des Sha Wushu

TongbeiquanTongbeiquan ist, als anerkannter Urahn des Chen Stils, unbestritten die älteste der Neijia Kampfkünste. Das Üben der Tongbei Jibengong hat einen weit höheren Stellenwert als das Praktizieren von Formen. Die Spannweite der Fähigkeiten, die die Jibengong entwickeln, reichen von sehr lockeren Bewegungen, über kraftvolle und schnelle Techniken hin zu Schlagsalven, inklusive an den eigenen Körper, was zunächst dem Übenden und schließlich dem Gegenüber, Verwirrung beschert ☺!

Das Angebot ist ausgerichtet auf Menschen mit guter Sporttauglichkeit und viel Lust auf Chinesische Kampfkunst. Vorerfahrungen aus anderen Kampfkünsten ist u.U. hilfreich, aber nicht Voraussetzung! Der Unterricht orientiert sich an den Anwesenden.

Vorgestellt und gelehrt werden ausgewählte Jibengong, die oben beschriebene Qualitäten und das unvergleichliche Tongbei-feeling entwickeln.

Xingyiquan des Sha Wushu

Die nachweisliche Geschichte des Xingyiquan beginnt mit dem 19. Jahrhundert und Li Luoneng. Auf den ersten Blick erscheint Xingyiquan sehr linear. Diese Linearität erleichtert es den Übenden den Anspruch der Kunst physisch, mental und mit dem Herzen „auf den Punkt zu kommen“, zu verfolgen.
Die Grundfertigkeiten des Xingyiquan werden angelegt mit den „Wu Xing“ – Jede dieser fünf Übungen betont die Qualität einer der fünf Wandlungsphasen: Metall, Wasser, Holz, Feuer und Erde. In der anschließenden Trainingsphase folgen Konbinationen der Wu Xing, die zunehmend anspruchsvoller werden. Das Üben von Xingyiquan fördert unbedingt die Klarheit und Präzision in Bewegungen.

Das Angebot ist ausgerichtet auf Menschen mit durchschnittlicher Sporttauglichkeit und viel Lust auf Chinesische Kampfkunst. Vorerfahrungen aus anderen Kampfkünsten ist u.U. hilfreich, aber nicht Voraussetzung! Der Unterricht orientiert sich an den Anwesenden.

Vorgestellt und gelehrt werden 1 – 5 der „Wu Xing“ und die Verbindung von Physis, Geist und „Herz“ betont.

Baguazhang des Sha Wushu

Pakua-SymbolDie öffentliche Wahrnehmung des Baguazhang als Kampfkunst beginnt mit Dong Haichuan im 19. Jahrhundert. Auch hier liegen die Wurzeln der Kunst jedoch viel tiefer in Zeit und Geschichte des heutigen China.
Baguazhang ist in seiner Ausführung variantenreich und wandlungsfähig wie alle lebendigen Prozesse. Augenfällig sind beim Baguazhang die Kreisbewegungen, Spiralen und Verwringungen in den Bewegungen. Es fördert die Beweglichkeit, die Elastizität sowie die Raumorientierung der Übenden.

Das Erlernen von Baguazhang beginnt mit Schritt- und Beinarbeit, die bereits die „halbe Miete“ bedeuten. Darauf werden erste sogenannte „Hände“ und „Handwechsel“ aufgebaut. In der Folge entstehen erste kleine Formen, die in der Zukunft in Länge und Anspruch unbegrenzt ausbaubar sein werden.

Das Angebot ist ausgerichtet auf Menschen mit durchschnittlicher Sporttauglichkeit und viel Lust auf Chinesische Kampfkunst. Vorerfahrungen aus anderen Kampfkünsten ist u.U. hilfreich, aber nicht Voraussetzung! Der Unterricht orientiert sich an den Anwesenden.

Vorgestellt und gelehrt werden Grundfertigkeiten = Schritt- und Beinarbeit, Bagua Jibengong, 1. Hand und ihr Wechsel.
Bereits versierte Bagua Freunde können eine neue Form beginnen zu lernen.

Surftipps zu Inneren Kampfkünsten

Es gibt zahlreiche innere Kampfkünste neben dem bekannten Taiji Quan in China. Hier finden Sie Informationen zu
Xingyiquan
Baguazhang (Pa Kua Chang)
Cheng Hsin   
Tongbeiquan
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Autorin: Angela Menzel

Fotos: Angela Menzel und Taiji forum

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