Tai Chi Aspekte - STOP

Tai Chi Aspekte – STOP

STOP – Tai Chi Aspekte – Der Kassettenrecorder (1/4)

Willkommen zu unseren Kassettenrecorder-Aspekten!
Die Älteren unter uns werden sich erinnern: Es gab eine Zeit, als Kassettenrecorder in jedem Haushalt zu finden waren. Ab von der Tatsache, dass sie für Freude und Unterhaltung gesorgt haben, haben Kassettenrecorder noch einige andere Eigenschaften, die uns dabei helfen können unser Tai Chi zu verbessern.

Das Spiel mit den Tasten des Kassettendecks mach uns die Selbstüberprüfung einfach und zeigt uns so, woran wir noch arbeiten können. Probier es einfach selbst aus!

Tai Chi Aspekte – Der Kassettenrecorder, Teil 1: Stopp

Die Stop-Taste symbolisiert die Fähigkeit von Übenden, an jeder Stelle der Form anzuhalten. Die Herausforderung dieses Tai Chi Aspektes ist es, die From zu laufen und dabei zu verschiedenen Zeiten plötzlich anzuhalten. Wenn dies bei einer Bewegung nicht klappt, haben wir einen ersten Hinweis, an welcher Stelle wir unsere Körpermechanik noch einmal wiederholen und verbessern können.

Tai Chi Aspekte – STOP

Anfänger*innen

Für Beginner ist „Stopp“ die beste Methode, um ihre Schrittsetzung zu testen. Wenn ihr merkt, dass ihr in einzelne Schritte reinfallt, könnt ihr in unserem Tai Chi Schritte Video einige zusätzliche Tipps bekommen.

Fortgeschrittene

Fortgeschrittene Übende können beim Stoppen zusätzlich auf ihre Hände, bzw. Finger und deren Verbindung zur Basis achten. Diese Verbindung zwischen Zehen und Fingern kann am besten getestet werden, wenn man stoppt und dann noch einmal genauer aufpasst, wenn man sich wieder losbewegt. Der Anlauf sollte bruchlos sein. Testfrage: Stimmt die Aktivierung meiner Zehen mit der Aktivierung meiner Finger zusammen? Wenn ja, wird es keine Probleme beim erneuten Start geben. Wenn nicht, könnt ihr einen Blick in unser Video zum Tai Chi Aspekt Greifen werfen.

Tai Chi Aspekte - STOP
Tai Chi Aspekte – STOP

Die Bedeutung der Stopp-Taste in der Kampfkunst

Technisch ausgedrückt ist die Frage, ob man eine Stopp-Taste hat oder nicht die selbe Frage wie die des Unterschiedes zwischen innerer und äußerer Bewegung.
Wenn man nicht in der Lage ist, seine Bewegung jederzeit anzuhalten, kann das auf verschiedene Ursachen hinweisen, aber die gewöhnlichste Ursache ist vermutlich die (Über)Betonung des Körpergewichts in bei Bewegungen und Aktionen.
Ein einfaches Beispiel dafür ist das Fallen in die Schritte. Wenn man den Schritt so setzt, wird er dadurch erzeugt, dass der Körper der Schwerkraft folgt, und nicht dadurch, dass das Setzen des Schrittes vom Standbein aus kontrolliert wird. Es ist dennoch ein Schritt, aber ein Schritt, während dessen wir nicht gerne von einem Schlag oder Tritt getroffen werden würden.
Dasselbe gilt für Arme und Hände: Wenn wir diese schwingen, werden wir nicht in der Lage sein sie abrupt anzuhalten. Unter den Bedingungen der Form können wir zwar lernen, unser Schwingen zu verfeinern und vielleicht sogar eine langsame Bewegung zu simulieren. Was jedoch die Anwendung angeht müssen wir letzten Endes jeden Effekt, den wir mit dieser Bewegungsweise zu erzielen versuchen, mit einer Ungenauigkeit bezüglich des Ziels bezahlen. – Und dazu kommt noch: Die Technik des Schwungholens oder auch die Idee des Sammelns und Ausstoßens von Energie beinhalten, dass wir dem Anderen eine Nachricht schicken, bevor wir schlagen. Und das wollen wir als Kampfkünstler ja nicht, oder? 😉

Für den Aspekt des inneren „Aufdrehens“ – anstelle eines äußeren Überstreckens der Gliedmaßen – siehe auch den Tai Chi Aspekt: Die Ratsche.

Autor: Tai Chi Studio, Gabi Kannenberg

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